Profitcard in Wiesbaden

Die Profitcard, wie die Omnicard von inTime organisiert, hat speziell den Blick auf das Bankengewerbe und Payment im Großen und Ganzen.

Einen Anmeldelink gibt es hier:https://www.omnicard.de/index.php/de/profitcard/anmeldung-profitcard/anmeldung_kopie_kopie-4

Und klar, nur, wenn Sie mit der Branche zu tun haben, dann lohnt sich die Teilnahme. „Kredit- und Debitkarten als Profitcenter für Banken“ ist diesmal das Thema und es wird auch ein kleines Jubiläum gefeiert, nämlich zum 15. Mal in Wiesbaden zu sein…

SEPA-Region: Kartenmissbrauch geht zurück

Im Omnicard-Newsletter kann man dieser Tage lesen: „Die Europäische Zentralbank lässt verlauten, dass die Schäden durch Kartenmissbrauch in der Region der SEPA-Länder um 5,8% gesunken sind. Dies sei der stärkeren Verbreitung von EMV-Karten zu verdanken. Derweil migriere der Kartenmissbrauch in die technisch weniger entwickelten Länder…“

Weiterlesen bei: http://www.omnicard.de/index.php/de/omnicard-der-ultimative-kongress/4792-weniger-kartenmissbrauch

Welche Prepaid-Karte magst Du?

Bezahlt man heutzutage Geld im Voraus, dann ist man wohl irgendwie von einem Angebot überzeugt oder hat einen Gutschein oder Karte erworben, welche sich eben eignet, für sich selbst oder für andere schon mal Geld zu bunkern, damit man jenes später im Markt wieder ausgeben kann. Das klassische Produkt ist hier die Prepaid-Kreditkarte, welche einen einbezahlten oder überwiesenen Betrag hält. Eigentlich kurios, denn bei Kredit-Produkten ist man ja im Allgemeinen erst später verpflichtet, für den ausgegebenen Betrag zu zahlen. Eher gilt ja für Debit-Karten (wie eine Girocard) die Maßgabe, dass ich sofort für meine Ausgaben gerade stehen muss. Aber Prepaid-Karten sind ein ganz besonderes Produkt.

Diese können auch ganz offline funktionieren und zudem kontoungebunden sein. Die Prepaid-Karte der Bank bekomme ich dort, oder ganz modern, an einem Issuing-Automaten. Die Geschenkkarte bekomme ich auch anderswo, oft nur als Karte für den ausgebenden Markt „Closed-Loop“ gültig. „Open-Loop“ bedeutet hier auch nur, dass über mehrere Anbieter eingelöst werden kann, nicht, dass es sich etwa um ein offizielles Zahlungsmittel handelt. Denn diverse Geschenk- oder Kundenkarten satteln erstmal nur auf einem bestehenden Gateway auf. So zum Beispiel mittels Barcode (Kasse) oder Magnetstreifen (ec-Zahlungsterminal). Eine Tankstelle z.B. hat damit ganz verschiedene Möglichkeiten, eine Lösung für die Flottenkarte (B2B) oder dem Privattanker (B2C) herauszugeben.

Um das gerade erwähnte Klientel herauszustellen: Man möchte dem Firmenkunden für seine Flotte (auf Sprit) Rabatt geben oder man möchte dem Privatkunden eine Kundenkarte an die Hand geben, mit welcher er für den Shop Punkte sammeln kann. Wenn er ordentlich einkauft. Möglich ist auch, an angeschlossene Firmenkunden Mitarbeitervorteile zu geben. Treue Mitarbeiter werden dann durch einen diversen Vorteil belohnt, welchen sie natürlich nur in der Tanke einlösen können. All das geht und ist im Übrigen Praxis. Die Karte ist hier vorallem Mittel zum Zweck, und ist aber „Prepaid“.

Wir sehen hier vor allem folgende Entwicklungen, nämlich das „Belohnungslösungen“ weiter zunehmen werden. Mitarbeiter-Incentives sind da eher der kleine Teil, Geschenkkarten im Markt wohl eher der Größere. Ein mittelfristiger Peek auf den Formfaktor Karte ist aber wahrscheinlich, da gibt es mehr. Außerdem muss man kein Prophet sein, um eine Vereinheitlichung abzusehen. Das Business verlangt schnelle und profitable Abwicklung, das geht mittelfristig nur mit Vereinheitlichung der Datenwege und Medien. Sind für das bargeldlose und kontaktlose Bezahlen, welches den globalen Trend vorgibt, erst einmal weitere Vorbedingungen geschaffen,so muss sich jede Nebenanwendung daran orientieren. Die Kredit- wie Debitkarte und Prepaidkarten (wie eine Geschenk- oder Kundenkarte mit Börse) werden also zwangsläufig kontaktlos und mit RFID augerüstet…

Reaktionen zu „Geldautomaten weisen neue Karten ab“

Was jetzt auch in die allgemeinen Nachrichten gelangt ist, Probleme bei der Nutzung von Girocards oder Kreditkarte am Geldautomaten und Handel, sorgt für einige Aufregung. Bei denen, die von Berufswegen naeher damit befasst sind, sind diverse Anfragen dazu auch bis an den Arbeitsplatz gelangt.

Die Anzahl der betroffenen Karten sind kein Pappenstiel. Die Beteiligten werden sicher in den naechsten Tagen noch weiter ueberlegen, wie man mit dem Problem umgeht. Umfang und Ursache sind inzwischen eingegrenzt und es gibt je nach Situation der ausgebenden Bank auch schon Loesungen. Man sieht, dass Fehler allgegenwaertig lauern und auch in Zukunft nirgends gaenzlich ausgeschlossen werden koennen.

Mehr sollte man vielleicht garnicht zum Sachverhalt oder dem „2010 Fehler“ sagen, da an dieser Stelle fast unangebracht.

Moechte aber zitieren aus Reaktionen, beispielhaft hier eine aus „Tagesschau online“ :

————“
Klasse, die Karten der neuen Generation sind so sicher, dass man sie nicht nur nicht kopieren kann, sondern mit ihnen auch kein Geld abheben kann.
Für die Banken ist dies mit Sicherheit (zumindest kurzfristig) ein sicheres Zinsgeschäft.
Interessant ist, dass der EMV-Standard dafür sorgen soll, dass die Karten nicht illegal kopiert werden können.
Was ist mit legalen Kopien?
Und woher weiß die Karte was legal und was illegal ist?
Zumindest behauptet niemand die Karten SIND sicher, sondern nur sie sollen sicher sein.
„————

Man wird mit dem privaten Aerger zwar umgehen muessen, aber hier wird doch deutlich, wie wenig von der Materie verstanden wird. Frust muss schon raus, aber sicher auch kundgetan von jemandem, der besonders Wert legt auf seinen eigenen Kommentar und nicht repraesentativ. Der weitaus groesste Teil der Leute wird sich auch nicht die Muehe machen, in einem Online-Forum zu schreiben.

Wie auch immer, ich glaube jedenfalls nicht, dass es dadurch ein Akzeptanzproblem fuer Bezahlkarten mit Chip geben kann. Aber man sollte mit genuegend Aufklaerung nachwievor arbeiten, auch wenn es nur eine Bankkarte ist, die bei der naechsten Neuversorgung nach Hause geschickt wird. Und eben auch jetzt nicht alles der Boulevardpresse ueberlassen …

Grundlagen – Chipkarten allgemein

Allgemein, Anwendungen

Chipkarten-Anwendungen findet man auch ausserhalb des Kreditwesens, des GSM-Bereichs und der Krankenversicherung einige, auch wenn sie einen nicht immer gleich „anspringen“.

Aus einer „Aufbruchstimmung“ ist Alltag geworden, jedoch steckt in dieser Technologie (oder sagen wir lieber: in moeglichen nutzbringenden Anwendungen) noch jede Menge Potential. Mittlerweile reden wir ueber verschiedene Produkte und Formfaktoren, damit haben sich erweiterte Moeglichkeiten wie z.B. im Auto-ID-Bereich ergeben.

Aber es sind nicht immer die grossen Dinge, die interessieren, die Technik macht eine eigene Faszination aus. Diese hat jedenfalls schon lange einen Stand erreicht, dass sie sich fuer eine Vielzahl von sicherheitsrelevanten Aufgaben eignet, was im Unternehmensumfeld mehr und mehr praktiziert wird. Landesweite ID-Kartenprojekte werden aufgesetzt und e-Ticketing ist dabei, sich zu beweisen. Rueckschlaege sind bereits zu verkraften gewesen.

Wenngleich die technische Entwicklung voranschreitet, die Chipkartenwelt ist heute eine anwendungsgetriebene Welt, und das ist auch gut so.

Unabhaengig davon ist das Kartenmedium selbst fast immer Marketinginstrument. Das ist nicht nur dem Handel bewusst geworden.

Lassen Sie uns also ein bisschen in den Background schauen …

Einteilung, Typen, Standards

Im Kartenumfeld finden sich verschiedenste Techniken. Plastikkarten koennen mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen wie Labels und Unterschriftstreifen ausgeruestet sein. Zur Aufbringung von Daten tragenden Bereichen kommen neben dem Druck oder anderen „statischen“ Methoden (Lochung, Barcode) Magnetstreifen und Chipmodul zum Einsatz. Bei Chipkarten unterscheidet man ueblicherweise zwischen Speicherkarten und Mikroprozessorkarten. Mittlerweile koexistieren verschiedenste Techniken und Methoden je nach Anwendungsumfeld nebeneinander.

Die Normierung von Chipkarten geschieht durch ISO/IEC, im europaeischen Raum auch durch die CEN. Wichtige Normen finden sich in der ISO/IEC78xx-Reihe, wobei eine 7810 grundhaft die Karte als ID1-Karte in ihren physischen Parametern beschreibt und z.B. unter 7816 Belange fuer ISO-Chipkarten zusammengefasst sind.

Ueber die Jahre hat eine Evolution von reinen Speichermedien hin zu immer komplexeren Prozessorchipkarten mit Coprozessor, aktiven Systemen u.a. mit Display und verschiedenen Interfaces (USB) stattgefunden. In diesem Rahmen wird der Ausdruck „Smartcard“ zwar verschieden verwandt, sollte jedoch im Allgemeinen immer eine „rechnende“ mikroprozessor-basierte Karte bezeichnen.

In Bezug auf die Auspraegung der physischen Schnittstelle kann man zwischen kontaktbehafteten und kontaktlosen Karten unterschieden. Im kontaktlosen RFID-Bereich finden sich sowohl Speichermodelle mit mehr oder weniger Sicherheitslogik als auch Prozessorkarten, die auch mit einem dualen Interface (kontaktbehaftet und kontaktlos) ausgeruestet sein koennen. Betreffende Normen sind hier die ISO/IEC14443, 15693 und (mittlerweile weniger wichtig) 10536.